Am 31.01.2006 habe ich zusammen mit meinen sechs Geschwistern das Licht der Welt in Luthern erblickt. Mit sechs Wochen wurde ich das erste Mal von meinem jetzigen Frauchen besucht. Ich glaub, da habe ich ihr das erste Mal 'einen kleinen Schrecken eingejagt', da ich bereits eine grössere 'Schramme' am Kopf aufwies. ;-)
Jedoch verlief die Heilung ganz gut - nur eine kleine Narbe ist noch heute zu sehen. Mein Frauchen sagt immer, da sei wie bei Harry Potter: Etwas Besonderes muss auch sein eigenes 'Zeichen' aufweisen.
Am 16.5.2006 wurde ich dann in mein neues Zuhause geholt. Etwas schüchtern war ich bei der Autofahrt schon, auch mein Frauchen sah die ersten Minuten in der Wohnung etwas hilflos aus. Nach kurzer Zeit aber stolzierte ich schon von Zimmer zu Zimmer um mein neues Reich zu erkunden. Auch der erste Spaziergang im Quartier war für mich sehr aufregend. Galt es doch überall die neuen Gerüche und Geräusche einzuordnen.
Bereits in der ersten Woche im neuen Zuhause besuchten wir in Zollikofen die Welpenschule. Oh, war das aufregend - zuerst wagte ich mich fast nicht auf den Spielplatz mit so vielen fremden Hunden. Aber schon nach kurzer Zeit mischte ich das ganze Gehege auf. Wie lustig war es doch zusammen mit anderen Vierbeinern, den kleinen Dackel in den Tunnel zu jagen. Oder ganz einfach den abgesperrten Bereich für die kleineren Welpen zu überspringen, um zu zeigen dass mir dieser Bereich auch noch gefallen würde. Angst hatte ich vor nichts - schliesslich bin ich ja auch ein Boxer. Vorallem das Wackelbrett hatte es mir angetan - Wie lustig war es doch, immer wieder raufzuspringen um fast sogleich wieder abgeworfen zu werden.
Leider ging diese Welpenzeit viel zu schnell vorbei - und wie bei allen anderen auch fing der Ernst des Lebens an.
Nach den Welpenstunden besuchten wir noch einige Male den 'Flegelkurs'. Da dieser für meine Dosenöffner zeitlich aber nicht so ideal war, hörte sich Frauchen bald nach einer geeigneterem Erziehungskurs um.
Diesen fanden wir schliesslich in Bundkofen. Von da an gings jeden Samstag Morgen auf den Hundeplatz um mit den Anderen das Abc der Hundeschule zu erlernen. Vielleicht muss ich dazu noch sagen, ich war die Jüngste - alle hatten zumindest schon einen Erziehungskurs hinter sich. Ich vergesse wohl nie, wie Frauchen nach der ersten Stunde zu mir sagte: 'Puuh, ob wir das je einmal lernen'
Nur nicht aufgeben, lautete die Devise. Und schon bald waren auch die ersten Fortschritte zu sehen. Wobei es für mich lange Zeit immer das Grösste war - Mit Hudi - meinem Bernersennehund-Freund, eine Runde um den Platz zu drehen. Damit konnte ich mein Frauchen regelmässig auf die Palme treiben.
Aber man wird ja auch älter...
Da mein Herrchen, ausser spazieren auch gerne etwas mit mir machen wollte, meldeten wir uns kurzerhand in Lyss für den Familienbegleithundekurs an. Natürlich absolvierten wir auch diesen erfolgreich.
Nach diesem Kurs wussten wir nicht so recht wie weiter.. Frauchen las viel im Internet was es alles für Möglichkeiten gab im Hundesport. Und ob wir überhaupt etwas so machen wollten.
Und fand schliesslich den Link zum Boxerclub Bern, welcher auch Begleithunde-Trainings anbietet. Nach einer ersten Besichtigung ohne mich, fuhren wir schliesslich an einem sonnigen Samstag Nachmittag zu einem 'Schnupper-Training'
Ach, was es da alles für Rassevertreter hatte! Ich konnte mich gar nicht aufs arbeiten konzentrieren- wäre es doch viel schöner gewesen, mit dem einen oder anderen eine Runde durch schöne 'Struchismoos' zu drehen.
zu meiner Freude kann ich sagen, dass ich nach getaner Arbeit jeweils mit einem Kollegen eine Runde drehen darf.
So, und da stehe ich jetzt - vielleicht gilt es noch kurz zu erwähnen, dass ich im Frühling die Ausdauerprüfung (näheres unter Erfolge) bestanden habe.


